Tuesday, April 14, 2009

bloggen oder nichtbloggen - das ist hier die frage

Ich schätze, dass auf jedem Blog dieser Internetwelt diese Frage so oder ähnlich mindestens ein Mal aufgegriffen wird. Warum sollte ich bloggen?
Wie man merkt, hatte ich diese Frage die letzten 12 Monate entweder negativ beantwortet oder erst gar nicht gestellt.

Nun, da die Natur mit aller Kraft aus alten Stämmen und Wurzeln herausgebrochen ist, frage ich mich, ob ich es mit meinem alten Blog gleichtun sollte. Neu herausbrechen, frisches Grün zeigen. Dies ist der Versuch, weiterzumachen. Ob er gelingt, werden die nächsten Wochen zeigen.

Ich möchte nicht, dass ein Blog auf Disziplin beruht. Meine Einstellung ist wohl eher künstlerisch impulsiv. Sollte es der anonymen Bloggergemeinde etwas zu berichten geben, wird es defintiv hier zu lesen sein.

So long,
have a look at THAT: http://chrissieundmatze.wordpress.com

Wednesday, February 27, 2008

was ich bin

Sag mir deine Noten und ich sag dir, wer du bist.

So oder so ähnlich, meist etwas verschleiert, funktioniert doch so vieles in der Welt. Die Abi-Schnitt entscheidet darüber, was du studieren darfst - egal, ob du dich ganz diesem Medizin-Studium widmen würdest, auch wenn du in Mathe und Französisch schlecht warst. Zeig mir dein Abi und ich sag dir, was du werden darfst.
Und danach hört es nicht auf. Ganz besonders toll ist die Bezeichnung "Leistungsziffer", die man am Ende des Referendariats statt eines Namens bekommt. Und diese Leistungsziffer dient dem Rest der Welt zur Beurteilung deiner Befähigung als Lehrer.
Und das Schlimme ist, dass die meisten gerne drauf einsteigen. Ist ja viel einfacher zu fragen, was der andere für ne Note hat, als sich Zeit zu nehmen und genauer nachzufragen, für was er sich interessiert und wie es sich alles entwickelt hat.

Dieses System stinkt!

Saturday, February 09, 2008

weinland

"Noch im 16. Jahrhundert galten Biere aus München als besonders minderwertig." (Klett Materialien Mittelalter - Bierbraukunst)


Im dunklen Mittelalter liegen die Ursprünge einer modernen Freizeitbeschäftigung: Bier. Allerdings nicht - wie man vermuten könnte - im Süden Deutschlands, der stark vom Wein geprägt war (Bayern war ein Weinland), sondern im Norden spielte sich jenes schicksalhafte Brauen ab, das Millionen und Abermillionen von Menschen beeinflussen sollte.

Das Hofbräuhaus wurde 1589 in München errichtet - ich zitiere - "doch das dort gebraute Bier mundete den bayrischen Herzögen nicht, so dass sie sich auch weiterhinBier aus dem fernen Einbeck liefern ließen."

Geht das jetzt gegen den Stolz der Biernation (Bayern)?

Ich weiß nicht. Feststellen lässt sich trotzdem ein Qualitätsvorsprung des Nordens, der sich bis in unsere Zeit durchzieht.

Thursday, February 07, 2008

on and on

Manche Sachen ändern sich nie.
Zum Beispiel, dass ich immer wieder Lücken in meiner Bloggerlaufbahn habe. So bald es mehr als zwei Wochen sind, dass ich nichts geschrieben habe, verschwindet die Existenz meines Blogges aus meinen Gedanken. Und ich bemerke sie erst wieder, wenn ich in einem Anflug von Langweile die Shortcut-Liste meines Internetbrowsers durchlese.
Was sich auch nicht ändert, ist die Studentenwelt. Heidelberg Uniplatz, das Marstall-Café, das Historische Seminar - das alles hat noch etwas sehr Vertrautes, Unverändertes. Ein bisschen habe ich das Gefühl, die Zeit ist dort stehen geblieben. Auch wenn die Mode der sich dort aufhaltenden Studenten und deren Geburtsdatum slightly ändern.

Gibt es sonst noch Dinge, die sich nie ändern?

Ach ja, Kommentarlosigkeit! ;-)

Monday, November 19, 2007

abklatsch

Ein kurzer Gedanke, den ich letzte Woche im schönen Spätherbstwald hatte:

[Bereits beschriebene neoromantische Anwandlungen erfassen mich regelmäßig bei solchen Anblicken.]

Die Sonne lässt schwach ihre späten Strahlen über die intensiv gelb befärbten Blätter einer Esche schweifen. Die Bäume in der Umgebung haben bereits ihre Blatttracht abgeworfen. Das gelbliche Strahlen fügt sich in das Bild einer friedlichen Umgebung, die voller Schönheit steckt. Und genau diese Schönheit ist lediglich ein konkret gewordener Abklatsch von Gedanken, deren Schönheit und Perfektion nur erahnt werden können. Es geht in die Richtung von Platons Ideenlehre, dass die "Idee Spätherbstwald" oder die "Idee Mensch" vom Ursprung her, also in den Gedanken Gottes, schön und perfekt gedacht wurden. Und was wir sehen, ist lediglich ein schwacher Abglanz, so wie ein Gemälde (so hoch dotiert es auch sein mag) nur ein Abglanz dessen ist, was der Maler zuvor im Kopf hatte.

Der Gedanke daran, wie schön Gottes Gedanken sein müssen, fasziniert mich.

Saturday, November 10, 2007

es war einmal...

…ein Prinz. Er war wunderschön und klug. Er hatte einen großen Besitz und alle Macht. Der Prinz lebte mit seinem Vater in einem Palast. Eines Tages sagte er: "Vater, ich wünsche mir eine Prinzessin." "Gut", sagte der Vater, "du hast die Macht. Schaffe dir diese Prinzessin". Der Prinz hatte diesen Gedanken schon lange in seinem Herzen getragen- und so schuf er dich.

Er formte dein Gesicht, wählte die passende Augenfarbe, er setzte jedes Haar an deinen Körper. Voller Sorgfalt schuf er jedes Teil an deinem Körper. Als er fertig war, war er begeistert. "Schau Vater", sagte er, "so sieht meine Prinzessin aus!" Auch der Vater blickte voller Wohlwollen auf dieses gelungene Werk.

"Und nun soll sie auf die Erde geboren werden, meine Prinzessin," sagte der Prinz. "Sie soll erleben, wie es auf der Erde ist und ich werde ihr zeigen, wer ich bin und wie ich bin. Nun vertraute der Prinz dich einem Elternpaar an. Er wusste, sie würden nicht perfekt sein.

Aber er sagte: "Vater, eines Tages werde ich ihr erklären, wie sehr ich sie liebe. Alles, was sie in ihrem Elternhaus nicht bekommen konnte, werde ich ihr erstatten und es ihr doppelt und dreifach zurückgeben". Und dann wurdest Du geboren! Der Prinz stand an deinem Bett und war überglücklich. "Vater, da ist sie! Meine Prinzessin ist da" (Sogar den Engeln gebot er, zu schweigen, so laut ging es zu, als du erschienst).

"Meine Prinzessin", flüsterte der Prinz. "Es kommt der Tag, an dem du erfährst, wie sehr ich dich liebe. Und dann wirst du dein Herz öffnen und auch du wirst mir sagen, wie sehr du mich liebst. Darauf warte ich". Er gab dich deinen Eltern zurück und sie zogen dich auf. Du wurdest älter und erlebtest gute und weniger gute Tage. Dann kam eine Situation, die sehr schmerzlich für dich war. Du weintest. Am liebsten hätte der Prinz dir jetzt schon gesagt, dass er alles wieder in Ordnung bringen würde, aber du liefst vor seinem Trost davon und wolltest nicht zuhören. "Es kommt der Tag, da sage ich ihr, dass ich jede Träne von ihrem Gesicht abwaschen werde, und alles Zerbrochene wieder heil machen werde. Dass ich alles wiederherstellen werde, was kaputt gegangen ist. Und sie wird mich verstehen".

Und der Tag kam. Bei einer Veranstaltung hörtest du von IHM. Du warst niedergeschlagen gekommen, aber du hörtest Worte, die tief in dein Herz drangen. Und dann sagtest du: "Jesus, hier bin ich, komm in mein Leben".


Dieser Tag war der glücklichste Tag für den Prinzen. Er jubelte: "Sie hat Ja gesagt. Sie hat Ja gesagt". Er zog dich an seine Brust und flüsterte. " Nun werde ich dir zeigen, wie sehr ich dich liebe. Nun werde ich dir erklären, was ich mit uns vorhabe". Am liebsten hätte der Prinz dir gleich alles erzählt, doch der Vater sagte: "Langsam, mein Sohn. Sie kann noch nicht alles verstehen".
Der Prinz stand geduldig an deiner Seite. Jede Freude, jeden Schmerz, jede Träne, jedes Glück, alles empfand er mit dir. Und er begehrte dich die ganze Zeit, behütete dich wie einen Schatz.

Auch jetzt, gerade jetzt, wo du Seine Worte liest, will er dir sagen:
"Ich bin so stolz auf dich. Ich liebe dich. Ich finde dich wunderschön. Ich habe noch großartige Pläne für dich, Urlaube, Feste. Ich habe Begegnungen vorbereitet und Werke, in denen du wandeln wirst. Und immer will ich mit dir reden wie ein Freund zur Freundin, wie ein Bräutigam zur Braut.

Das ist die wahre Liebesgeschichte von dir und Jesus, eine Geschichte, die gerade erst richtig begonnen hat. Es ist die romantischste Liebesgeschichte der Welt.



Eine Geschichte an alle Mädels, in deren Herz das einer Prinzessin schlägt!

Sunday, November 04, 2007

umkehr

So bildlich war der Begriff "Umkehr" für mich bisher noch nie. Die Geschichte dazu:

Kein Tag wie jeder andere. Es liegt etwas in der Luft. Gedanken rasen durch die Gehirnwindungen, immer dieselben Bahnen. Kein Entkommen, keine Pause. Rastlos. Aufgewühlt. Laufen, einfach nur laufen. Bergauf, immer höher. Goldene Blätter säumen den Weg. Rote Wipfel über mir, braune Erde unter mir. Weiter, immer weiter. Wie ein leiser Hauch dringt etwas zu meinem Innersten vor. Eine sanfte Stimme. Eine vertraute Stimme. Kehr um. Lass das Alte zurück. Das, was dich und andere verletzt. Das, was dich von mir entfernt. Das, was dein Herz klein und eng macht. Kehr um! Angelangt am höchsten Punkt. Niederfallen auf die Knie. Weinen. Schreien. Bekennen. Unterordnen. Vergebung erfahren. Reinheit. Zukunft. Es geht weiter. Der Weg zurück, ein Leichtes! Er ist dabei, ALL THE WAY!